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Vorläufige Insolvenzverwaltung: Klinikbetrieb läuft unverändert weiter

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

wir möchten Sie heute über wichtige Entwicklungen in unserer Klinik informieren: Wir haben für unser Haus beim Insolvenzgericht Ingolstadt einen Eigenantrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Es wurde hieraufhin die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet und Herr Dr. Hubert Ampferl (Partner der Kanzlei Dr. Beck & Partner GbR) zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Was bedeutet das für Sie?

Das Wichtigste: Wir sind weiterhin für Sie da! Der Klinikbetrieb läuft UNVERÄNDERT weiter. Alle medizinischen Leistungen, alle geplanten Untersuchungen, Operationen, Therapien und Nachsorgebehandlungen werden in der gewohnten Qualität und Sorgfalt erbracht. Wir machen bei Ihrer Gesundheit keine Abstriche.

Sie können weiterhin wie gewohnt Termine vereinbaren. Auch Ihre Nachversorgung ist selbstverständlich sichergestellt. Bei Fragen zu Ihrer Behandlung wenden Sie sich bitte weiterhin direkt an Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt sowie das Klinikpersonal.

Warum dieser Schritt?

Wie viele andere Einrichtungen im Gesundheitswesen steht auch unsere Klinik vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen, wie den stark gestiegenen Sach- und Personalkosten, dem Fachkräftemangel und den sich ändernden Vorgaben der Gesundheitspolitik. Aufgrund der Größe unseres Hauses können diese zukünftig nur gemeinsam mit einem Kooperationspartner umgesetzt und bewältigt werden. Nachdem die seit Längerem mit einem regionalen Krankenhausträger geführten Verhandlungen über eine Integration des Klinikbetriebs vorerst nicht zu einem Konsens geführt haben, konnte die weitere Betriebsmittel­finanzierung nicht mehr sichergestellt werden. Nach den gesetzlichen Vorgaben bestand daher die Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen.

Was bedeutet die Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung?

Die Geschäftsführung und der vorläufige Insolvenzverwalter führen den Klinikbetrieb gemeinsam weiter. Die Gehälter der Mitarbeiter sind für die Monate August bis Oktober durch das Insolvenzgeld über die Bundesagentur für Arbeit abgesichert. Durch die Abdeckung der Lohnkosten bietet das Insolvenzverfahren zunächst besondere wirtschaftliche Rahmen­bedingungen für die Fortführung in den nächsten Monaten. Unser Klinikbetrieb ist damit zunächst ausfinanziert.

Wie geht es weiter?

Dieser Weg verschafft uns die Möglichkeit, die Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern fortzuführen und abzuschließen. Dadurch wollen wir uns weiterhin an die gesetzlich vorgegebene Struktur anpassen und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Hauses erhalten. Ziel der eingeleiteten Maßnahmen ist eine nachhaltige Sanierung unserer Klinik sowie die Schaffung einer stabilen Grundlage für die Zukunft, um die gewohnte medizinische Versorgung in Ingolstadt dauerhaft zu sichern. Dieser Aufgabe stellt sich die Klinik Dr. Maul im Rahmen des nun eingeleiteten Insolvenzverfahrens. Wir sind davon überzeugt, dass der von uns eingeschlagene Weg gelingen wird.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen

In dieser besonderen Situation ist es uns ein großes Anliegen, uns bei Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Geduld zu bedanken. Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung bedeuten uns viel.